Badische Zeitung vom Montag, 27. Juni 2005

Harmonie als Erfolgsrezept

Zahlenmäßig und vom Notenschnitt ein Rekordjahrgang am Clara-Schumann-Gymnasium

Von unserem Mitarbeiter Wolfgang Beck

LAHR. Die Buchstaben „CSG“ entpuppten sich bei der Abiturfeier des Clara- Schumann-Gymnasiums in der Gerolds eckerhalle als erfolgreiche Zauberformel: 82 Abiturienten bedeuteten ebenso einen Rekord für das Staatliche Aufbaugymnasium wie die Zahl der hervorragenden Abiturergebnisse. Premiere hatte dabei das G8, das erstmals einen Abi-Jahrgang verabschiedete.

„Ihr habt großartig abgeschnitten“, zollte Schulleiter Peter Kleefass dem gesamten Abi-Jahrgang großes Lob. Dass alle 82 Schülerinnen und Schüler ihr Abitur erfolgreich ablegten, freute Schulleitung, Lehrer und Eltern gleichermaßen. Entsprechend locker und entspannt gestaltete sich die Abi-Feier, die erstmals zusammen mit dem Abi-Ball gefeiert wurde. Bevor heiße Rhythmen und Gesang von klassisch bis modern den 500 Eltern, Schülern und Freunden des CSG kräftig einheizten, waren kühle Getränke angesagt, um den Temperaturen in der mit 45 Grad tropisch-schwülen Geroldseckerhalle Paroli zu bieten. Erste Schweißperlen hatten die Moderatoren Philippe Fank und Lilli Llombart auf der Stirn, die die Gäste durch die abwechslungsreiche Abi-Feier führten. Musikalisch eingestimmt wurden sie dabei von Silke Heimburger, die mit der „Arie der Cleopatra“ (am Klavier Swetlana Möck) auch auf das spezielle Musik-Profil an der Schule verwies.

Mehr Einstein und der Mathematik zugewandt gab sich die Elternbeiratsvorsitzende Renate Benz. Sie gratulierte den 82 Abiturienten zum Erfolg und wünschte ihnen auf ihrem Lebensweg weiterhin Mut, Ausdauer und Zuversicht. Über das „grandiose Abitur“ seiner Schützlinge freute sich Schulleiter Peter Kleefass. Das sei alles andere als selbstverständlich, sagte er und führte das gute Abschneiden auf eine „harmonische Mischung im Zusammenwirken von Eltern, Lehrern und Schülern“ zurück.

Die Rekordzahl bei den Absolventen bedeuteten zahlenmäßig vor dem Hintergrund rückläufiger Schülerzahlen wohl auf längere Zeit einen Höchststand. Hochzufrieden seien Schulleitung und Lehrerschaft auch über die guten Abitur-Ergebnisse mit zahlreichen Einsen vor dem Komma gewesen. Mit einem Durchschnitt von 1,9 habe die G8-Klasse hervorragend abgeschnitten, sagte der Schulleiter. Aber auch die übrigen Ergebnisse, die im Durchschnitt bei 2,1 liegen, seien Grund zur Freude. „Die Entscheidung war wagemutig, aber richtig“, begründete Kleefass die im Schuljahr 1997/98 gefasste Entscheidung zur Einführung des G8-Zugs. Dank sagte Kleefass dem Initiator des G8, Bernd Klug für dessen Weitsicht. Der frühere Schulleiter, seit Anfang des Jahres neuer Vorsitzender des CSG-Freundeskreises, gratulierte dem Abi-Jahrgang zum Erfolg. Dieser revanchierte sich mit originellen Geschenken für die pädagogische Begleitung.

Die Abi-Rede hielten gemeinsam Ruben Streicher, Jule Müller und Hanna Lindenfelser. Nach dem offiziellen Teil der Abschlussfeier und einer köstlichen Stärkung durch den „Schlemmertreff“ stand dem ausgelassenen Unterhaltungsprogramm nichts mehr im Wege: Mit viel Jazz und Swing legte die Big Band des CSG einen Zahn zu, während das „Dinner for one“ die Lachmuskeln strapazierte. Wer mit „Daddy cool“ eine Abkühlung in der Halle erwartet hatte, wurde enttäuscht. Für viel Stimmung sorgten ein selbst gedrehter Abi-Film, Sketche und Lieder bis in die frühen Morgenstunden.

 

Badische Zeitung vom Dienstag, 28. Juni 2005


Abi-preisträger

Das Clara-Schumann-Gymnassium zeichnete bei der Abiturfeier am Freitag (wir berichteten) zahlreiche Schülerinnen und Schüler für besonders gute Leistungen mit Preisen aus.

Preise für die beste Leistungen im Abitur (alle mit Durchschnitt 1,3) erhielten Frank-Wido Hofstetter, Nathalie Mandel, Ingo Mauser und Silvia Meier

Mit dem Scheffelpreis für besonders gute Leistungen im Fach Deutsch wurde Ronja Roth ausgezeichnet. Den Hebel-Preis für ebenfalls gute Deutschleistungen erhielt Cornelia Rottenecker.

Weitere Auszeichnungen erhielten Tatjana Koschetschkin (Englischpreis), Frank-Wido Hofstetter (Französisch und Mathematik), Ingo Mauser, Natalie Müller und Thomas Zanger (alle Mathematik).

Einen Preis für besonders gute Leistungen im Profilfach Musik erhielt Stephanie Ruf. Für besonders Engagement im Chor erhielten elf Schülerinnen und Schüler eine Anerkennung. Einen Preis für besonders gute Leistungen im Fach Religion erhielten Silvia Meier und Anne-Katrin Zerrer. Den Ethikpreis bekam Carina Fleig. Sie wurde auch mit der Schnabel-Medaille für besonders gute Leistungen im Neigungsfach Geschichte ausgezeichnet.

Weiter wurden mit Preisen bedacht: Ulrike Benz und Nathalie Mandel (Profilfach Biologie), Vera Faißt und Christina Koppe (Chemie). Preise der Deutschen Physikalischen Gesellschaft im Fach Physik erhielten Ingo Mauser, Philippe Fank, Frank-Wido Hofstetter, Matthias Lutz und Thomas Zanger. Mit dem Ferry-Porsche-Preis für besonders gute Leistungen in Mathematik, Physik und im Seminarkurs wurde Frank-Wido Hofstetter ausgezeichnet.

Den Sozialpreis der SMV erhielt Hanna Lindenfelser. Der Internatspreis, gestiftet vom Freundeskreis der Schule, ging an Bettina Becker, Barbara Ilg und Ruben Streicher.