Die Neuntklässlerin Mia Faißt erzielt den zweiten Platz beim Landeswettbewerb Mathematik des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport und ist somit eine der 50 besten Jugend-Mathematikern Baden-Württembergs.
Die Schülerin Mia Faißt aus der Klasse 9a nahm in diesem Schuljahr zweimal erfolgreich am Landeswettbewerb Mathematik teil. Bereits in der ersten Runde, die im September 2025 startete, erzielte sie einen zweiten Preis und qualifizierte sich damit für die zweite Runde des Wettbewerbs ab Dezember. Auch dort erreichte sie erneut einen zweiten Preis.
Beim Landeswettbewerb Mathematik knobeln Schülerinnen und Schüler bis einschließlich Klasse 10 über mehrere Wochen an anspruchsvollen Aufgaben. Dabei müssen sie sich oft Lösungstechniken aneignen, die im gewöhnlichen Mathematikunterricht nicht vermittelt werden. Die Teilnehmer zeichnen sich dabei neben der großen Motivation und der Freude an der Mathematik auch dadurch aus, dass sie sich durch viele erfolglose Lösungsansätze nicht entmutigen lassen. Unsere Preisträgerin Mia Faißt schildert ihre Vorgehensweise folgendermaßen: „Ich habe zuerst versucht die Aufgabe zu verstehen und habe dann geguckt, was ich schon kann. Dann habe ich mir angeschaut, was mir noch fehlt und habe mir dann neue Lerninhalte über verschiedene Quellen versucht anzueignen. Mein Mathelehrer Herr Brinken hat mir auch gesagt, welche Themen ich mir noch aneignen muss, weil wir diese noch nicht im Unterricht hatten.“ Die Aufgaben seien so schwierig gewesen, dass sie immer nur einen Teil der Aufgaben gemacht habe und somit mehrere Tage pro Aufgabe gebraucht habe, um nachzudenken. Zum Schluss stand noch die Ausformulierung der Erklärungen auf dem Programm, denn Mia musste alle ihre Lösungswege der Aufgaben noch so erklären, dass es alle verstehen. Das habe auch nochmal lange gedauert.
Eine solche Leistung ist seit über 15 Jahren keiner Schülerin und keinem Schüler des Clara-Schumann-Gymnasiums mehr gelungen. Der Erfolg ist umso bemerkenswerter, da in der zweiten Runde landesweit nur insgesamt 50 Schülerinnen und Schüler aus ganz Baden-Württemberg einen ersten oder zweiten Platz erreichen konnten. Im Juli 2026 fand die Preisverleihung in Heidelberg in den St. Raphael Schulen statt. Zuerst hielt der Schulleiter der St. Raphael Schulen eine Begrüßung, bevor Clemens Hauser, der Leiter des Landeswettbewerb Mathematik noch etwas über den Wettbewerb sagte. Im Rahmen der Preisverleihung hielt Manon Bischoff, eine Wissenschaftsjournalistin, einen spannenden Vortrag über das Thema „Zero-Knowledge-Proofs“. Dabei ging es darum, dass man beweisen kann, ohne Informationen herauszugeben. Im Anschluss wurden alle Einzelpreise für die ersten, zweiten und dritten Plätze verteilt.


