Die BK-Leistungkursler besuchen die Documenta

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Was ist die Documenta? 

Die Documenta zählt neben der Biennale zur wichtigsten Kunstausstellung der Welt. Sie findet aller 5 Jahre statt. Auch darum, weil hier aktuelle Kunstformen gezeigt werden, die nicht unbedingt an die Wand eines Museums passen. Also machten sich 30 BK-Leistungskursler und kunstinteressierte Oberstüflerinnen auf den Weg nach Kassel. 

Was konnte man dieses Jahr zur 15. Documenta sehen? 

Dieses Jahr wurde zum 1. Mal ein Künstlerkollektiv eingeladen. Das heißt, mehrere Künstler, die miteinander arbeiten, diskutieren, ausruhen, sich entwickeln. Ruangrupa aus Jakarta will dieses gemeinschaftliche Handeln unter dem Begriff lumbung (Reisscheune) mit anderen Künstlern und Menschen teilen und hat in der diesjährigen Documenta vorgeführt, wie das geht. Sie haben international verschiedene Künstlerkollektive und einzelne Künstler eingeladen ihre Projekte vorzustellen: von Dokumentarfilmen, z.B. von Meerestaucherinnen, die ihren Lebensunterhalt mit Tauchen nach Algen verdienen und Interviews über Archiv- und Forschungsarbeit bis hin zu Stickereien, Briefen und Plastiken war alles zu sehen. 

Es gab viel Kritik an dieser Documenta und die Diskussion, ob antisemitische Kunst gezeigt worden sei. Wir haben darüber gesprochen und die Schüler*innen waren sensibilisiert. Wir sind den Leerstellen in den Ausstellungsräumen begegnet und haben den Diskussionsprozess nachvollziehen können. Unseren Schwerpunkt hatten wir aber darauf gelegt, einen Eindruck von den vielen weltweiten Kunstprojekten zu erhalten, da diese Debatte nicht die gesamte Documenta ausmacht.

Wieso sollen denn Interviews mit afrikanischen Tänzern oder Textilarbeitern Kunst sein?  

Unsere Vorstellung, was Kunst zu sein hat, wird hier an seine Grenzen gebracht. Eine Gruppe aus Korea hat so geantwortet, dass es das Ziel sei, die Berührungsfläche zwischen Leben und Kunst zu vergrößern. Also keine Kunst fürs Museum, sondern eine Möglichkeit für alle Menschen, sich auszudrücken und gemeinsam voneinander zu lernen. Eine Künstlerinnengruppe hatte einen Kochstand geöffnet, wo es mittags Essen gab, damit man einen Platz zum Austausch und Gespräch hatte. Es war sowieso sehr beeindruckend, dass die Kuratoren – das Künstlerteam – die gesamte Zeit vor Ort waren und für Gespräche zur Verfügung standen. 

Was nehmen wir persönlich von der Documenta 15 mit? 

Die Vielfalt, die Prozesshaftigkeit, die Partizipation von Betrachter und Künstler, Austausch von Ideen und Gedanken, die Möglichkeit des Ausdrucks von Emotionen und Kunst als Treffpunkt für Menschen, die sich im Alltag nicht begegnen würden.

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